Exkursion Moba Hägi, Zürich + Wagi Museum, Schlieren

Exkursion Moba Hägi, Zürich + Wagi Museum, Schlieren

Am 6. Mai 2018 machte sich eine kleine Gruppe auf den Weg nach Zürich, genauer gesagt nach Schwamendingen.
Dort erwartete uns Albert Hägi bereits mit Kaffee und Gipfeli.
Doch dazu sind wir nicht soweit gereist – der Grund war die Modelleisenbahn von Albert Hägi.
Seine Anlage, „Binario 12“ nennt er sie, brachte uns wirklich zum Staunen. Sofort wurde ein Stationsvorstand für Thusis und ein Sicherheitsbeauftragter bestimmt und die Züge begannen zu fahren.
Die Anlage ist voller Geschichten aus dem Leben von Albert. Besonders zur Geltung kommen seine Verbindungen zu Sils, Thusis und Klosters. In liebevoller Kleinarbeit hat er kleinste Details gestaltet, immer verbunden mit Geschichten und Anekdoten.
Albert, herzlichen Dank für die Gastfreundschaft und weiterhin viel Spass mit „Binario 12“!

Nach einem verdienten Mittagessen in Oerlikon zog es uns auf die andere Seite der Stadt nach Schlieren.
Wir hatten im Museum der ehemaligen Wagons- und Aufzügefabrikfabrik Schlieren AG, dem „Wagi-Museum“ eine Führung gebucht.
Das Museum ist im Aufbau und beherbergt einige rare Zeugen zur Geschichte der Wagi. Nebst Wagen für Bahnen beinahe auf der ganzen Welt, wurde auch Rollmaterial für die RhB gebaut.
In der Gründungszeit stellte die Wagi noch Kutschen her. Im Verlaufe der Zeit wurden die Verkehrsmittel immer vielfältiger und komfortabler, so wurden später Trams, Trolleybusse, Personen- und Güterwagen hergestellt. Die Wagi war auch federführend in der Entwicklung und Produktion der EUROFIMA Schlafwagen.
Insgesamt baute die Wagi über 14’000 Eisenbahnwagen.
Es gab aber auch ein eigenes Projekt für ein Flugzeug, diese wurde dann aber wieder abgebrochen. Nebst Fertigungen für die Pilatus Flugzeugwerke wurden später dann noch Rumpf- und Flügelteile für die Mirage der Schweizer Luftwaffe in Lizenzbau hergestellt.
Ein weiteres Standbein aus der Anfangszeit, das in den letzten Betriebsjahren immer wichtiger wurde, war die Entwicklung und Fertigung von Aufzügen. Auch dort wurde Pionierarbeit in der Entwicklung und Produktion geleistet.

Bereits 1960 wurde die Wagonsfabrik durch Schindler übernommen. Am 31. August 1985 wurde das Werk in Schlieren dann für immer geschlossen und ein Stück Schweizer Industriegeschichte beendet.

Herzlichen Dank an Herrn Bigler für die sehr interessannte Führung!

Fotos:   F- Hauser, P. Schumacher